Start mit Symposium am 1. Juli

DRITTE ORTE - Schloss Ringenberg erhält Konzeptförderung

Erste Ansätze einer programmatischen Neuausrichtung wollen die Partner Stadt Hamminkeln, Derik-Baegert Gesellschaft und der Kulturraum Niederrhein e.V. im Rahmen eines Symposiums am 01.07.2019 auf Schloss Ringenberg erarbeiten. Als "urbane Wohnstube" soll das Denkmal zukünftig Räume für zufällige Begegnungen, spartenübergreifende Kooperationen und ein neues Selbstverständnis bieten, das die Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort einbezieht.

Ziel ist es mit lokalen und landesweiten "Schlüsselakteuren" aller Sparten zu beraten,
- welche Erwartungen an den neuen Kunstort in der Stadtgesellschaft vorherrschen,
- welche bestehenden internationalen Residenzformate diesbezüglich vorbildlich und übertragbar sind,
- welche Nischen der individuellen Künstlerinnenförderung in NRW noch nicht besetzt sind,
- wie sich programmatische Verbindungen zwischen Ringenberg und den Stipendienangeboten sowie Kunstzentren der Region bzw. der benachbarten Metropolen herstellen lassen,
- wie regionale Künstler
innen eingebunden werden können.

Das Symposium endet in einem öffentlichen Teil mit Vorstellung der grundlegenden Erkenntnisse eines neuen Kulturortes, dessen Konzeptentwicklung in einem weiteren partizipativen und vernetzenden Prozess erarbeitet werden soll.

Mit den Mitteln des Landes aus dem Fördertopf „Dritte Orte“ soll ein tragfähiges Konzept für die Zukunft entwickelt werden. Die Stadt Hamminkeln hat für diese Konzeptentwicklung einen Finanzierungsplan mit Gesamtausgaben von 74.000 Euro erstellt und eine Förderung von 49.000 Euro beantragt. Das Kultur- und Wissenschaftsministerium hat der Stadt Hamminkeln mitgeteilt, dass die Jury aus den 150 Bewerbungen 17 Projekte ausgewählt hat und die Stadt Hamminkeln dazu gehört.

DRITTE ORTE

Das Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ unterstützt die Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte für die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Regionen. Ziel ist die Entwicklung von neuen beziehungsweise die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Dritten Orten: Kultur- und Bildungsangebote sollen durch Öffnung, Vernetzung und Bündelung zu regionalen Ankerpunkten werden.

Das neue Förderprogramm hat eine Laufzeit von 2019 bis 2023 und fördert kulturelle Einrichtungen in kommunaler oder freier Trägerschaft. Das Programm ist aufgeteilt in zwei Förderphasen; für die erste Förderphase "Entwicklung von Konzepten für die (Weiter-)Entwicklung einer Kultureinrichtung zu einem Dritten Ort" endete die Antragsfrist am 30. April 2019, sie war mit insgesamt 750.000 Euro ausgeschrieben.

Alle Informationen und Bewerbungsvoraussetzungen zum Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ finden Sie auch unter www.dritteorte.nrw.

Mehr über den kulturpolitischen Kontext der neuen Landesoffensive zur Förderung ländlicher Räume erfahren Sie von PSts Klaus Kaiser, der in den aktuellen Kulturpolitischen Mitteilungen ein umfassendes Interview gegeben hat.

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